It’s too late to apologize

It’s too late to apologize

Kurz vor den Sommerferien war ich mal wieder peinlich! Merke: Als Mathelehrer vor der Klasse schief singen, dazu noch Beinahe-Oldies aus dem Jahr 2007, sollte man gut überlegt und wohl dosiert einsetzen.

Vergesslichkeit

Vergessene Arbeitsmittel und Hausaufgaben gehören zum Schultag wie Tafeln und Klassenbücher. Da ich nicht gut im Abreißen von Köpfen bin und die in der Regel dran lasse, sollte doch einmal etwas vergessen werden, teilen die Vergesslichen das vor der Stunde üblicherweise mit. Ich mache mir eine Notiz und damit ist es vorerst getan. Gestern hatte Leopold seine Arbeitsmaterialien vergessen, dies aber erst während der Stunde bemerkt.

Bisschen peinlich: Too late

In einem Anflug geistiger Umnachtung war meine Reaktion dann ein kurzes „It’s too late to apologize“ – dummerweise gesungen und beinahe in der Originaltonlage von Ryan Tedder (OneRepublic) – nur eben nicht so schön und ein bisschen schief. Die entsetzten 26 Gesichter der Klasse habe ich dann allerdings fehlinterpretiert und es einfach noch einmal wiederholt und auf eine deutlichere Aussprache geachtet. Jetzt also auch „too late“ um sich das noch einmal zu Überlegen mit dem Singen. Die Reaktion ging dann von Gelächter, beschämten Weggucken der Kategorie „Ist der wieder peinlich“ bis hin zu einem Chor von „Häää?-Ausdrücken“. Mein Versuch zu erklären, dass das Lied doch jeder kennen müsse, schließlich sei es erst zwei, maximal drei Jahre alt läuft auch ins Leere.

Warum kennt das denn keiner?

Ein drittes Mal wollte ich auch nicht singen. Zwar nehme ich mich selbst nicht bierernst und das nötige Quäntchen Restautorität ist auch noch vorhanden, aber das mit dem Singen sollte beim nächsten Mal wohlüberlegt sein. Da muss ich noch einmal an der Songauswahl feilen. Tatsächlich musste ich danach feststellen, dass meine innere Uhr scheinbar einen Wackelkontakt hat. Apologize von Timbaland ft. OneRepublic bekannt aus Keinohrhasen ist dann doch schon beinahe 10 Jahre alt – fast ein Oldie sozusagen. Immerhin wurde es dann noch fächerübergreifend. Nachdem alle wussten, was „apologEI“ denn nun bedeutet, beruhigte sich die Stimmung auch wieder etwas. Die Kichererbsen glucksten zwar noch einen Moment vor sich hin, bis die Tägliche Übung für schweigsame Stille sorgte. Jedenfalls bis zu dem Moment, in dem einer anfing ziemlich hoch zu summen…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.