Start ins Referendariat in Sachsen: Jung, motiviert und …

Start ins Referendariat in Sachsen: Jung, motiviert und …

Heute ist der 01.02.2014 und ich bin nun offiziell Studienreferendar. Prima! Die langen Jahre des theoretischen Studiums liegen hinter mir – jetzt kann ich endlich auf die Schüler losgelassen werden. Damit ist aber offensichtlich irgendjemand nicht so ganz einverstanden, denn schon bei der Fahrradfahrt zum Seminar will mich jemand an einem gelungenen Start hindern. Mein Fahrrad fährt gegen ein ausparkendes Auto (oder war es umgekehrt?). Zum Glück nichts passiert und die kaputte Jacke und Tasche kriege ich im Nachhinein vom Unfallverursacher sogar angemessen ersetzt.
Am heutigen ersten Tag sind alle Studienreferendare auch erst einmal in der Ausbildungsstätte versammelt, wie jeden der kommenden Montage. Unser Studium macht sich aber leider nicht bezahlt, wir sitzen im falschen Raum und wollen mit lauter Ethik-Referendaren beschult werden. Immerhin gibt es Süßigkeiten und als wir dann endlich den richtigen Raum gefunden haben gibt es noch mehr Süßigkeiten und eine Schultüte. Sogar das Namensschild wurde mir vorbereitet und gefaltet, wenn das so weitergeht, wird das Referendariat ein Kinderspiel.
Unser Seminarleiter bereichert die Einführung mit sächsischen Exkursen über das

Pappelbaum P oder das Birnenbaum B

– und ich dachte ich verstehe nach 6 Jahren einen schnellsprechenden Sachsen. Es bleibt der Eindruck, dass die Ausbilder gut auf uns vorbereitet sind. Immerhin sind wir der dritte Jahrgang, der das einjährige Referendariat absolviert. Die Versuchskaninchen sind schon durch, aber unser Jahrgang soll evaluiert werden. Da geben sich also alle extra viel Mühe! Die Anzahl der Kopien stiegt auch rasant an – wohin mit all diesen Informationen? Im Kopf ist nicht mehr so viel Platz, aber dafür im Ordner. Der ist vom Fahrradunfall zwar schon kaputt, aber auf die inneren Werte soll es ja ankommen. Und ob die inneren Werte der Ausbildung am Ende das erfüllen, damit man am Ende ein halbwegs anständiger Lehrer sein kann, werden wir in den kommenden zwölf Monaten sehen.

 

Bildquelle: „Babisnauer Pappel südlich von Dresden“ von Robert Gebler (flickr)

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